Pardi di domani 2019 | Tizian Büchi

An interview by Julia Schmidt

Die weite Welt des kurzen Films


Das Kurzfilmprogramm des Locarno Film Festival kennt kaum Grenzen: Für die Wettbewerbe der Pardi di Domani-Sektion sind sowohl kurze als auch mittellange Filme aller Länder, Themen, Gattungen und Techniken zugelassen. Mit der einzigen Bedingung, dass die Filmschaffenden noch keinen Langfilm realisiert haben. Ein buntes Übungsfeld fürs grosse Kino? Keineswegs. Das Programm liegt fernab von einer Schau von Probestücken für längere Formate. Und dennoch will man den gezeigten Werken von weitgehend jungen Regisseurinnen und Regisseuren den Status als Experimentierfeld nicht gänzlich abschreiben: Couragiert und bisweilen fragil suchen die 41 Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten – und behaupten dabei den Kurzfilm als facettenreiche, aber stets eigenständige Form.

Tizian Büchi zeichnete sich zusammen mit Charlotte Corchète, Liz Harkman und Stefan Ivančić 2019 erstmals verantwortlich für die Auswahl, die Zusammenstellung und das Rahmenprogramm der Kurzfilmsektion des Locarno Film Festival. Wir haben ihn während der letztjährigen Ausgabe nach seiner Sicht auf die Orientierung der Sektion, auf mögliche Spezifika des kurzen Formats und auf die Herangehensweise bei der Zusammenstellung der Werke gefragt, deren Dauer nach einer Präsentation in Blöcken verlangt, in denen das Publikum durch diese weite Welt des kurzen Films geführt wird.

Interview mit Tizian Büchi - by Julia Schmidt

Text: Julia Schmidt
Audio/Video: Ruth Baettig

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