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Luc Gut | OS Love

«Auf meinem Radar kamen GIF’s vor etwa 10 Jahren vielleicht… Es ist etwas, was noch nie dagewesen ist, es ist eine Art Kombination aus einem Standbild und einem Bewegtbild.»

«Copyright, das ist für GIF’s quasi inexistent und auf dem Internet gibt es höchstens noch einen Ehrencodex, was GIF’s angeht.»

«Eigentlich wäre richtige Langeweile etwas Gutes. Wenn man sich der aussetzt, kann etwas Kreatives entstehen.»

Mit Leichtigkeit und viel tiefgründigem Humor geht Luc Gut seine audiovisuellen Projekte an. Dabei nutzt er inhaltlich sowie formal die Spielwiese des Internets. Er scheint keine Hemmschwellen zu kennen, wenn er sich auf Expeditionen in den digitalen Kosmos begibt. Luc Gut bezeichnet seine Videos als audiovisuelle Fantasien. Die elektronischen Soundtracks dazu komponiert er selber. Dabei experimentiert er stets mit dem Verhältnis von Bild, Ton und Rhythmus. Die Bildwelten zu den Videos stammen oft von gekonnt animierten GIF’s. Sein Sound birgt ein grosses Energiepotenzial, das er auch gerne vor Livepublikum als «Murat Ombombe» auslotet.
Am NIFFF ist sein Kurzfilm Os Love zu entdecken, in dem er mit höchst kreativen Mitteln der Frage nachgeht, wie weit uns die Computeroberflächen, Tools und Bildschirmschoner in unseren Träumen und Vorstellungen beeinflussen. Filmexplorer konnte sich mit Luc Gut per Skype-Interview eingehend über sein Schaffen unterhalten. In diesem behält er nur ein Ziel im Auge: «Das Entdecken neuer Kontinente auf dem Planeten der audiovisuellen Fata Morganas.»

Text: | Audio/Video: Ruth Baettig

First published: July 04, 2016

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